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holdirhilfe.org Karte zum Auflegen und Abgebenholdirhilfe.org Karte zum Auflegen und AbgebenWenn Eltern nicht lieben - Eltern die sich überall einmischen

Für sich einmischende, vereinnahmende Eltern bedeutet Liebe:

  • "Du bist mein Ein und Alles und deshalb für mein Glück verantwortlich.
  • Ohne mich kannst du nicht leben, und ich kann nicht ohne dich leben.
  • Du darfst kein Leben führen, in dem ich keinen Platz habe.
  • Du darfst keine Geheimnisse vor mir haben.
  • Du darfst nie jemanden mehr lieben als mich.
  • Wenn du nicht tust, was ich will, heisst das, du liebst mich nicht.
  • "Nein" heisst: Du liebst mich nicht."

Diese Form elterlicher Liebe "[...] ist oft verzweifelt, klammernd und beengend."

Eltern, die in dieser Art und Weise ihre Elternrolle sehen, geben den Tarif bezüglich Bedingungen für die Beziehung mit ihren Kindern vor. Die Kinder werden von ihren Eltern vereinnahmt, und lernen nicht [...] dass Liebe ein kostenloser Austausch von Unterstützung, Ermutigung, Akzeptanz und Zuneigung ist und genug Raum zum Atmen lässt." Was betroffene Kinder jedoch lernen ist, dass ihre Wünsche und Bedürfnisse hintenanzustellen sind, egal ob ihnen dies passt oder nicht.

Eltern, die sich überall einmischen
wollen die wichtigste Personen im Leben ihrer Kinder sein. Sie erdrücken ihre Kinder mit Forderungen nach Zeit und Aufmerksamkeit, und heben damit die Grenzen zwischen ihnen und den Kindern auf. Sie bezeichnen ihre Kinder für gewöhnlich als ihre "beste Freundin/ihr bester Freund", obwohl sie selber für ihre Kinder selten Mitgefühl aufbringen, wenn deren Bedürfnisse und Vorlieben sich nicht mit den ihren decken
.

Die scheinbare Nähe, welche von Aussen wahrgenommen wird, ist erdrückend, übergriffig und einseitig. Die Eltern fordern diese Nähe einfach ein. Es ist ihnen gleichgültig, ob es ihren Kindern dabei wohl ist oder nicht.

Sie mischen sich in die Pläne ihrer Kinder ein, denn sie stellen und sehen sich an erste Stelle im Leben ihrer Kinder. Gerne winken sie mit Versprechungen und Lob, machen Zugesagtes, Versprochenes aber wieder rückgängig, sobald Kinder ihre eigene Meinung kundgeben.

Die Formung der Kinder erfolgt über das Einimpfen von Schuldgefühlen, falls diese sich den Bedürfnissen und Wünschen ihrer Eltern widersetzen. Die Kinder leiden auch noch als Erwachsene unter Druck, Anspannung und Gewissensbissen, und müssen Gefährte/Gefährtin, Vertraute/r ihrer Eltern bleiben, und weiterhin die Daseinsberechtigung für ihre Eltern sein. Sich einmischende Eltern signalisieren ihren Kindern stets aufs Neue wieder, dass sie, die Eltern, nur mit ihnen zusammen sein wollen, und fest entschlossen sind, ihre Kinder vor sämtlichen Enttäuschungen und Schwierigkeiten zu bewahren. Sie kämpfen für alles, sei es, wenn es darum geht, dass ihre Kinder gute Schulnoten bekommen, zu einer Feier eingeladen werden, oder irgendetwas bekommen, was alle anderen auch unbedingt haben wollen.

Auf den ersten Blick wirkt all dies gar nicht so lieblos. Bei genauerem Hinschauen, wird jedoch feststellbar, dass dies, was Eltern als Nähe, Liebe und Familiensinn deklarieren, eine subtile, schwer erkennbare Form ist, die eigenen Kinder an sich zu ketten. Ziehen die Kinder von zu Hause aus, löst dies meist ein intensives Leere-Nest-Syndrom aus. Die Eltern versuchen dann immer wieder nach den Kindern zu greifen.

Eltern, die sich einmischen, verhalten sich hoch manipulativ. Sie achten darauf, immer wieder rein in das System ihrer Kinder zu gelangen. So können sie plötzlich genau das anbieten, was ihre Kinder im Moment am Dringendsten benötigen: Geld, Ratschläge in herausfordernden Lebenssituationen, eine Bürgschaft, damit ein Haus gekauft werden kann und anderes mehr. Damit stellen diese bei ihren Kindern sicher, dass sich diese ihnen gegenüber verpflichtet fühlen, was in den erwachsenen Kindern das starke Gefühl von den Eltern abhängig zu sein zementiert, und sie unselbständig hält. Damit können Eltern sich richtiggehend unabkömmlich machen, und sich mitunter sogar erlauben bei ihren Kindern "[...] einzuziehen und das Zepter zu übernehmen [...]."
Wie oft hören betroffene (erwachsene) Kinder "Das tu ich für dich!" J
e mehr diese ihren Eltern jedoch etwas schuldig sind, desto mehr Schuldgefühle haben sie. Auf jeden Fall immer dann, wenn sie ihr Grundrecht "ein eigenes Leben haben" versuchen geltend zu machen.

Sich einmischende Eltern zeigen sich stolz auf die Tüchtigkeit ihrer Kinder, nehmen ihre Kinder aber leider nie als dreimensionale, beseelte Wesen war. So werden/sind Kinder Projekte ihrer Eltern, gefangen in einer Blase, welche verhindert, dass sie selber auch mal scheitern, und so lernen können durchzuhalten, Schwierigkeiten zu überwinden und nach Niederlagen wieder aufzustehen.

Oft überlegen die Kinder von sich einmischenden Eltern wenn sie etwas unternehmen oder organisieren möchten, ob und was ihren Eltern gefallen und diese glücklich machen würde.

Verschwommene Grenzen sind die Regel. Es gibt es kein Recht auf "Geheimnisse", Privatleben, keine Luft zum Atmen und schon gar nicht das Recht "Nein" zu sagen. Es ist aber nicht so, dass die Eltern dies direkt so einfordern. Vielmehr ist dies möglich, weil Kinder ihren Eltern mit dem Zulassen dieser "Nähe"  einen Freibrief dazu geben, und diesen immer wieder "bestätigen", dass Eltern sich permanent in ihr Leben einmischen, sich in ihrem Leben breit machen, in ihren Sachen stöbern, Briefe lesen, oder sogar ohne fragen in deren Wohnung oder Haus aufhalten können, oder verlangen dürfen, dass die Kinder an Familienzusammenkünften teilnehmen, ob es ihnen dabei wohl ist oder nicht.

Betroffene Kinder leben permanent mit schlechtem Gewissen, Schuldgefühlen, Pflichtgefühl und der Angst die Liebe und Zuneigung ihrer Eltern zu verlieren, sobald sie ihr eigenes Ding entscheiden und machen. Schuldgefühle bekommen sie, wenn sie etwas tun, was die Gefühle der Eltern verletzt, oder diese aufregt, aber auch wenn sie sich selber mit ihren Gefühlen zum Ausdruck bringen, oder weil sie sich überhaupt einmal über die Beziehung mit ihren Eltern beklagt, und sich gegen ihre Überfürsorglichkeit zur Wehr gesetzt haben.

Es sind jedoch auch die sich einmischenden Eltern, welche ihren Kindern Schuldgefühle einimpfen können. Sie sammeln Ungerechtigkeiten, rechnen Ereignisse auf, die ihnen nicht gefallen haben, und führen Gründe an, warum die Kinder mehr für sie tun müssen. Dies tun sie nicht mit bösen Worten, sondern oft über ihre Körpersprache, den Tonlaut und ihren Blick.

Solch erdrückende Eltern-Kind-Beziehungen lassen keinen Raum für Wachstum und Sicherheit. Die in solchen Beziehungen aktiven Personen sind psychologisch betrachtet (noch) keine Erwachsenen, sondern klammernde, erschrockene Kinder.

Betroffene erwachsene Kinder können später grosse Angst davor haben, verlassen oder von jemandem getrennt zu werden. Deshalb klammern sie sich jenachdem übermässig an ihren Partner/ihre Partnerin, an ihre Kinder, oder sie bremsen sich selber, weil sie den eigenen Fähigkeiten und ihrer Widerstandskraft nicht trauen.

Vgl. und Zitate:

  • Susann Forward, "Wenn Mütter nicht lieben, Töchter erkennen und überwinden die lebenslangen Folgen", Goldmann Verlag: 2015

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