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Vergeben, Versöhnen

Vergeben - Eine wahre Geschichte

Es war einmal jemand, der befasste sich mit Religionen, Mystik, Philosopie und arbeitete auch mit Ho'oponopono und Loslass-Ritualen. Trotzdem fiel es diesem Menschen zunehmend auf: sich selber vergeben war kein Thema. Nein, so was grenzte schon an Anmassung. Während der "Sozialisierungsphase war dieser Mensch gründlich darauf gedrillt worden, stets Höchstleistungen zu erbringen, viel Verantwortung zu übernehmen, und wenn dies nicht gelang, sich gleich selber zu verurteilen und zu bestrafen.

Stets projizierte diese Person ihre Selbst-Unvergeblichkeit nach aussen. Die Reaktionen beziehungsweise Reflektionen blieben nicht aus, beziehungsweise fielen bestätigend aus: "Ja, du bist verantwortlich", "du bist schuld", "du hast (nicht)", "du hättest halt...", "nächstes Mal könntest/solltest du (mehr)..." Wie oft dachte dieser Mensch "Mehr geht jetzt nicht mehr", und machte trotzdem weiter.

Blind bezüglich der Thematik (Selbst)Vergebung, und die Urteile anderer und die eigenen über sich selber glaubend, ging diese Person jahrzehntelang nach-tragend durchs Leben. Verspannungen im Schultergürtel und im oberen Rücken wurden nie in Bezug zu den Lasten, welche dieser Mensch mit- und nach-trug gebracht.

Dann, als extremste Erfahrungen in deren Leben fluteten, kam, nach der Phase Krisenbewältigung, ein (Be)Reinigungs- und Befreiungsprozess in Gang. Dieser Mensch begann zu realisieren, wie schwer es ihm fiel, anderen zu vergeben, und wie sehr er sich in das anderen was Nach-Tragen verbissen hatte, nicht mehr loslassen konnte, und so das Erlebte, Vorwürfe, Schuld und anderes mehr überall hin mittrug, wohin dieser Mensch ging.

So lange, bis diesem Menschen jemand sagte, er müsse vergeben. Zu jenem Zeitpunkt erschien dies diesem Menschen, wie auch vielen anderen in seiner Situation als ungeheuerlich. Dieser Mensch dachte: Das darf man niemals jemandem sagen, der schon ab frühester Kindheit Gewalt und Missbrauch erlitten hatten. Wie bitte? Vergeben, und so tun, wie wenn nichts geschehen sei, alles wieder gut sei? Die Person, welche diesen Hinweis gegeben hatte, meinte daraufhin lächelnd:
"Es geht nicht um die andere Person. Wenn du in allererster Linie dir für das so lange mit dir so umgehen lassen vergibst, und auch der Tatperson vergeben kannst, dann wirst und bist DU FREI, dann erlebst DU FRIEDEN IN DIR. DENN ES GEHT UM DICH UND DEIN WOHLERGEHEN!" Noch nie hatte jemand diesem Menschen gesagt, es gehe in allererster Linie um ihn und sein Wohlergehen.

Dieser Mensch googelte daraufhin die Definition für vergeben, und stellte überrascht fest, dass er Vergeben stets mit Versöhnen gleichgesetzt hatte, was seiner Erfahrung nach bedeutete: kriechen und sagen: "Alles okay." In wenigen Sekunden begriff dieser Mensch, was vergeben in der Hauptsache bedeutet, nämlich: Keine Versöhnung, sondern der Verzicht auf Schuldvorwürfe adressiert an Tatpersonen, und der Verzicht auf Wiedergutmachung durch die Tatpersonen.
Ein JA breitete sich in diesem Menschen aus - INNEREN FRIEDEN sowie INNERE FREIHEIT, etwas was dieser Mensch noch nie zuvor erfahren hatte, waren jene Qualitäten, welche in der darauf folgenden
Nacht, unter Beizug von anderen Handlungen, erstmalig erfahren wurden. Wohl war dies emotional intensiv, aber zugleich emotional und körperlich erleichternd.
Das wohl auch sehr Intensive war, zu erkennen, dass die Strafe für eine Tatperson die als solche ist. Denn eine Tatperson muss weiter mit der Verantwortung für das Getane und Nicht-Getane durchs Leben gehen, und kann meist gar kein glücklich sein mehr erleben und andere Einschränkungen mehr erfahren.

In den darauf folgenden Tagen fiel diesem Menschen auf, wie stark eine nach-tragende Seite in ihm ausgeprägt war. Ja, war! Denn heute ist es so, dass sich dieser Mensch dem Nach-Tragen rasch bewusst wird, und sich fragt: "Möchtest ich das jetzt wirklich tragen?" "Möchte ich diese Lügen, die da über mich verbreitet und geglaubt werden wirklich auch glauben?"
Ganz natürlich wählt dieser Mensch seither zum eigenen Wohlergehen.

Dieser Mensch hat begriffen, dass er nicht vergibt, weil andere diese Vergebung verdienen, sondern weil er nicht länger leiden und sich selber Schmerzen zufügen will. Und: Das Vergeben ein Akt der Selbstliebe ist.

Informieren Sie sich selber weiter unter Definition Vergebung (psychologisch)

Versöhnen

 

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